Wir stoßen an auf unser Dorf:
Gelungener Start ins Jubiläumsjahr

Wenn das kein vielversprechender Start ins Jubiläumsjahr war! „Wir wären nicht Hetzerather, wenn wir nicht gut feiern könnten“, hatte Ortsbürgermeister Werner Monzel in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang mit einem verschmitzten Lächeln erklärt – und die vielen Gäste im proppenvollen Bürgerhaus ließen seinen Worten sofort Taten folgen. Stimmgewaltig sang sich das Dorf Hetzerath ein Geburtstagslied, voller Vorfreude stießen die Bürgerinnen und Bürger an auf die kommenden zwölf Monate, in denen sie gemeinsam ziemlich viel auf die Beine stellen wollen.

„Hetzerath ist was ganz Besonderes“, zollte Landrat Gregor Eibes der umtriebigen Bürgerschaft Respekt. Und den Verbandsbürgermeister Dennis Junk beeindruckte besonders das Motto, das die Hetzerather für ihr 950-Jahr-Jubiläum gewählt haben: „Auf dem Weg in die Zukunft“.

Dass es dem Ort nicht an Selbstbewusstsein mangelt, hat aktuell eine ganze Reihe guter Gründe. Attraktive Neubaugebiete ziehen viele junge Famlien an und lassen Hetzerath kontinuierlich weiter wachsen. Erweiterungen von Kindertagesstätte und Grundschule sind bereits beschlossen bzw. bereits in der Bauphase. Der Industriepark Region Trier (IRT) wächst bald weiter in Richtung Dorf – (noch) mehr Arbeitsplätze sind in Sicht. Die Infrastruktur für die tägliche Grundversorgung ist beachtlich: Ladengeschäfte, Ärzte, Gastronomie, Handwerk, Diensleistungen – alles hier amOrt. Ach ja, nicht zu vergessen: Mit Bahn-Haltepunkt und Autobahnanschluss verfügt Hetzerath über eine sehr gute Verkehrsanbindung.

Ortsgeschichte im Zeitraffer

Aus erstaunlich ähnlichen Gründen fiel das Dorf wohl auch schon früher immer mal wieder durch sein Selbstbewusstsein auf. Das verdeutlichte die Zeitreise, die Monika Traut-Bonato mit den Gästen des Neujahrsempfangs unternahm. Die Historikerin ließ dabei die wichtigsten Daten der – durchaus wechselvollen – Ortsgeschichte Revue passieren, ausführlicher nachzulesen in dem von ihr verfassten Kapitel der Jubiläumsschrift.

Traut-Bonato ging etwa auf die Vor- und Nachteile ein, die mit der Funktion als „Durchfahrtsort“ seit der Römerzeit verbunden waren und sind. Sie hob einige interessante Fakten der Dorfentwicklung heraus. So war es im 18. Jahrhundert in Hetzerath deutlich früher als in anderen Orten üblich, in den Wintermonaten auch den weiblichen Teil der Einwohnerschaft zur Schule zu schicken. Aber auch die schlechteren Zeiten kamen zur Sprache, etwa die Zeit der Hexenverfolgungen oder die Auswanderungswelle ab 1880. Zudem hatte die gebürtige Hetzeratherin eine Reihe unterhaltsamer Episoden aus der jüngeren Dorfgeschichte zusammengetragen, die für so manchen Lacher sorgten.

Übrigens: Gefeiert wird die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des damaligen Fleckens im Jahr 1068 im Hofverzeichnis der Abteil Prüm. Besiedelt ist das Gebiet von Hetzerath aber schon viel länger, wie rund 4000 Jahre alte Funde aus der Jungsteinzeit bezeugen.

 

Viele Aktive beim Rahmenprogramm

Was wäre der Start in die Jubiläumsfeierlichkeiten ohne Musik? Auch da hat Hetzerath eine Menge zu bieten. Den gelungenen Neujahrsempfang umrahmten das Orchester des Musikvereins Hetzerath unter der Leitung von Hansjörg Wagner, der Gesangverein Hetzerath/Sehlem unter der Leitung von Wolfgang Ehlen, der Chor „KlangArt“ unter der Leitung von Mario Lauk, das Hauptorchester der Mandolinenvereinigung Harmonie Hetzerath unter der Leitung von Norbert Kraff und Marco Reh sowie der Gospelchor Crossover unter der Leitung von Johanna Frisch. Die durstigen Kehlen umsorgten mit gut gefüllten dieses Mal Mitglieder der Hetzerather Carnevalsgesellschaft und des Sportfördervereins. Und mit den Sternsingern mischten sich sogar „Abgesandte aus dem Morgenland“ unter die Festgesellschaft …

=> Hier geht’s zum Hetzerather Festkalender 2018

=> Hier geht’s zumKapitel “Ortsgeschichte” aus der Festschrift

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