Zahlen & Daten: Hetzerath im Spiegel der Statistik

Hetzerath ist ein ganz besonderes Dorf. Eigentlich braucht es für diese Aussage kaum eine detaillierte Beweisführung. Dr. Ilse Preiss wollte es dennoch genau wissen und hat diverse aktuelle Datensammlungen und Statistiken analysiert. Das eine oder andere Ergebnis dürfte selbst manchen Lokalpatrioten überraschen.

Hetzerath – ein junges Dorf

Die Entwicklung von Kindertagesstätte und Grundschule lässt es vermuten, ein Blick in die Statistik schafft Klarheit: Die Hetzerather Einwohnerschaft ist deutlich jünger als die der Verbandsgemeinde Wittlich-Land oder die von ganz Rheinland-Pfalz. Mehr als jeder fünfte Hetzerather ist noch unter 20 Jahre alt. Und in Hetzerath leben mehr als 5 Prozent weniger über 64-Jährige als im Landesdurchschnitt. Heißt unterm Strich: Hetzerath hat Zukunft!

Hetzerath wächst seit den 1980er Jahren dynamisch

Bevölkerungsrückgang? Stillstand und Leerstand? Keine Spur davon in Hetzerath! Ganz im Gegenteil: Im Vergleich zu Rheinland-Pfalz oder gar zu Deutschland wächst die Ortsgemeinde schon seit Jahr-zehnten überproportional, insbesondere aber seit den 1980er Jahren. Ausgehend von den Einwohnerzahlen von 1950 hat Hetzerath bis 2015 um mehr als 78 Prozent zugelegt. Damals lebten gut 1.200 Menschen in Hetzerath, Ende 2015 gab es knapp 2.200 Hetzeratherinnen und Hetzerather – Tendenz weiter steigend (siehe aktuelle Zahlen oben).

Rheinland-Pfalz kommt von 1950 bis 2015 auf einen Einwohnerzuwachs von 35 Prozent, also nicht einmal halb so viel. Für ganz Deutschland weist die Statistik im selben Zeit-
raum eine Zunahme um gut 18 Prozent aus (zunächst die Bundesrepublik und die DDR zusammengerechnet, ab 1990 als wiedervereinigtes Land).

 
 

Hetzerath – ländlich und doch fast wie eine Kleinstadt

Rund 13,87 Quadratkilometer umfasst die Gemarkung unserer Ortsgemeinde. Gut die Hälfte die-ser Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, etwa ein Viertel ist mit Wald bestanden, der Rest dient Wohn-, Gewerbe-, Verkehrs- und sonstigen Zwecken. Der Vergleich mit Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Landkreis Bernkastel-Wittlich und Rheinland-Pfalz zeigt, dass Hetzerath mit dieser Struktur einigermaßen aus dem Rahmen fällt. Zum einen verfügt die Ortsgemeinde über ungewöhnlich wenig Wald – und der verteilt sich zudem recht ungleich auf die Dörfer Hetzerath mit dem deutlich kleineren und Erlenbach mit dem deutlich größeren Anteil. Zum anderen nimmt in Hetzerath die Landwirtschaft nach wie vor viel Raum ein – Ackerbau und Viehzucht haben auch im modernen Hetzerath einen festen Platz.

Wer sich für ein Leben „auf dem Land“ entscheidet, weiß in der Regel einen Aspekt besonders zu schätzen: Der ländliche Raum bietet jede Menge Platz. Bestes Beispiel: die Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Gerade mal 75 Personen verteilen sich statistisch gesehen auf jeden ihrer knapp 400 Quadratkilometer. Der Vergleichswert für die gesamte Bundesrepublik Deutschland liegt bei durchschnittlich 230 Personen pro km2 – hier gibt es also mehr als drei Mal so viel Menschen auf derselben Flächeneinheit.

Und Hetzerath? Die Ortsgemeinde gehört innerhalb der ländlich strukturierten Verbandsgemeinde zu den am stärksten bevölkerten Bereichen: Hier teilen sich im Durchschnitt 158 Personen einen Quadratkilometer. Damit hat Hetzerath fast schon (klein-)städtischen Charakter. Die Ortsgemeinde kommt dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt (204 Personen pro km2) deutlich näher als der Landkreis Bernkastel-Wittlich (96 Personen pro km2).

 

Schöner Wohnen in Hetzerath

Bei einem Spaziergang durch den Ort lässt sich der statistische Befund leicht nachvollziehen: Bei etwa vier von fünf Wohngebäuden in Hetzerath handelt es sich um 1-Familien-Häuser. Mehrfamilienhäuser sind hier (noch) vergleichsweise selten zu finden. Und die Hetzerather Familien gönnen sich gerne viel Platz: Mit über 123 Quadratmetern liegt die durchschnittliche Wohnungsgröße um knapp 20 Prozent über dem rheinland-pfälzischen und rund 36 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. Im Vergleich mit den Ortsgemeinden der gleichen Größenklasse hat jeder Hetzerather deshalb statistisch gesehen andert-
halb Quadratmeter mehr Wohnfläche. Mit dem Wohnflächenangebot pro Einwohner im „Land“-Kreis Bernkastel-Wittlich bzw. in der Verbandsgemeinde Wittlich-„Land“ kann die Fast-Kleinstadt Hetzerath allerdings nicht mithalten …

 
 

Hetzerath hat eine hervorragende Gesundheitsversorgung

Allgemeinärzte, Zahnärzte, Hals-/Nasen-/Ohren-Arzt, Apotheke, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Hörakustiker – wer in Hetzerath krank ist oder wird, muss zur Behandlung nicht zwangsläufig nach auswärts. Was die Gesundheitsversorgung der Einwohner angeht, steht Hetzerath weit besser da als viele andere Gemeinden ähnlicher Größenordnung.

 

Hetzerather/innen sind gerne (auto-)mobil

Mobilität hat in Hetzerath gewissermaßen schon lange Tradition. Anfang des 19. Jahrhunderts beispielsweise richtete die erste deutsche Schnellpostlinie hier eine Station ein und setzte damit ebenso wichtige Impulse für die Dorfentwicklung wie ab 1879 der Halt der Moselbahn von Trier nach Koblenz. Seit Mitte der 1970er Jahre führt eine Autobahn nur wenige hundert Meter an Hetzerath vorbei. Ob das womöglich „mobiler“ macht? Die Statistik jedenfalls weist für Hetzerath einen auffallend höheren Pkw-Bestand pro 1.000 Einwohner aus als für den Landkreis Bernkastel-Wittlich oder das Land Rheinland-Pfalz.

 

Entwicklung des Haushaltvolumens der Ortsgemeinde Hetzerath

Immer mehr Einwohner, florierende Unternehmen direkt vor Ort und nebenan im Industriepark Region Trier (IRT) mit vielen wohnortnahen Arbeitsplätzen, ein reges Vereinsleben, ein breites kulturelles und sportliches Angebot – Hetzerath bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Lebensqualität und beste Aussichten auf eine gute Zukunft. Mitgewachsen sind dabei in den vergangenen Jahren natürlich auch die Aufgaben und die Leistungen der Ortsgemeinde selbst. So erhöhte sich – getrieben von den vielen Vorhaben, die in die Tat umgesetzt wurden – das Haushaltsvolumen in den vergangenen Jahren stetig auf den bisherigen Rekordwert von 8,6 Millionen Euro in 2016.

Der Voranschlag fürs Jahr 2017 allerdings fiel mit 5,4 Millionen Euro wieder eine deutliche Nummer kleiner aus. Die langfristige Verschuldung der Ortsgemeinde lag Ende 2016 bei 1,25 Millionen Euro. Rein rechnerisch stand also jeder Einwohner mit rund 550 Euro für seine Gemeinde „in der Kreide“.

 
 
 
 
 
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